Die Kita in der Wolke

Die Kita in der Wolke

Artikel erschienen in IT Magazine 2016/03
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6. März 2016 -  Manchmal reichen drei Kreditpunkte als Anlass zur Unternehmensgründung. Dies beweist das Start-up Kidesia mit einer auf Kitas zugeschnittenen Lösung.
Die Kita in  der Wolke
Kidesia bietet eine Verwaltungssoftware für Kindertagesstätten, die modular aufgebaut ist und aus der Cloud bereitgestellt wird. (Quelle: swiss made software)
Im Zweifelsfall Excel – so bewältigen auch heute noch viele KMU alltägliches wie Buchhaltung oder Einsatzplanung. Doch seit einigen Jahren drängen zahlreiche Speziallösungen auf den Markt, die dem Redmonder Alleskönner den Garaus machen wollen. Meist sind das Cloud-Lösungen mit klarem Profil, die vor allem mit Usability und tiefen Preisen punkten wollen. Kidesia aus Zug ist so ein Unternehmen mit Fokus auf Kindertagesstätten. Mit Modulen wie Stammdatenverwaltung, Kinder- und Mitarbeiterplanung, Auswertungen oder Fakturierung bietet das Start-up eine zeitgemässe Cloud-Lösung, die sich bequem über Tablets und Desktops verwalten lässt.
Zwar ist man nicht der einzige Anbieter am Markt, dennoch glaubt Gründer Timon Guggenbühl, mit seinem Produkt näher am Nerv der Zeit zu sein als andere. Beispiel Arbeitszeiterfassung: «Kitas haben häufig nur einen PC. Sollen die Mitarbeiter ihre Arbeitszeit erfassen, stellt sich die Frage, wann und wie es Zugang gibt oder es kommt doch wieder ein Formular zum Einsatz», so Guggenbühl. Mit Kidesia hat jeder Mitarbeiter Zugang – von wo aus und wann er will. Dabei muss er nicht einmal mehr die Zeiten erfassen – diese werden automatisch aus der Planung übertragen. Lediglich Abweichungen müssen angepasst werden.


Den Markt kennen


Kleinigkeiten wie diese machen am Ende im Arbeitsalltag einen grossen Unterschied. Guggenbühl hatte persönlich Zugang zu den Feinheiten dieser Welt, da seine Mutter selbst Kita-Leiterin ist. Dieses Wissen wurde Anfang 2014 wichtig, als es darum ging, einige Kreditpunkte an der Hochschule Luzern zu holen. Dort studierte er nämlich Wirtschaftsinformatik. «Meine Mutter erstellte damals den Anwesenheitsplan der Kinder noch mit Excel. Für das Modul versetzte ich das ins Web», erzählt Guggenbühl. Ihm wurde schnell klar, dass es eine Marktlücke gab.
Kurzerhand schloss er sich mit zwei Freunden zusammen, die er aus der Informatiklehre kannte und gleiste eine Kooperation mit verschiedenen Kitas auf, um deren Bedürfnisse zu ermitteln. Mit diesen Requirements in der Tasche zogen sich die drei Jungunternehmer im Sommer 2014 für drei Wochen ins Tessin zurück. Dort entwickelten sie die ganze Software von Grund auf neu. «Die ursprünglich zum Einsatz kommende Technologie war nicht optimal. Neben Usability muss eine Cloud-Lösung schnell sein. Der Nutzer darf keinen Unterschied zu einer Offline-Lösung spüren», so Guggenbühl.
 
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