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Flexibel führen, fordern, fördern

Flexibel führen, fordern, fördern

Artikel erschienen in IT Magazine 2016/05
Seite 1
15. Mai 2016 -  Von Reiner Voss

Führungskräfte sollten ihr Verhalten situativ ihrem Gegenüber anpassen. Paul Herseys 40 Jahre alte These ist im heutigen IT-Sektor aktuell wie nie zuvor.
Den idealen Führungsstil gibt es nicht», lautet Paul Herseys Botschaft, der als Erfinder des situativen Führens gilt. Führungskräfte seien umso erfolgreicher, je flexibler sie im Betriebsalltag agieren. Mal gilt es – abhängig von der Aufgabe und Situation sowie dem Gegenüber – Mitarbeiter zu loben. Mal gilt es, sie zu korrigieren oder zu unterstützen, damit sie eine Aufgabe erfüllen können. Mal sollte sich eine Führungskraft bewusst zurücknehmen.
Der Alltag sieht allerdings meist anders aus. Führung ist oft auf das Geben von Anweisungen und Feedback reduziert. Auf der Strecke bleibt dabei der Entwicklungsgedanke, der mit dem situativen Führen verbunden ist. Die Ursache dafür liegt unter anderem darin, dass sich viele Führungskräfte von den zahlreichen Aufgaben überfordert fühlen, die auf ihren Schultern lasten.
Doch Vorsicht: Liegt der Fokus allein auf der dringlichen Tagesarbeit, beginnt ein Teufelskreislauf. Denn fördern und entwickeln Führungskräfte ihre Mitarbeiter nicht, können sie ihnen auch keine komplexeren Aufgaben übertragen. Somit steigt sukzessiv ihre eigene Belastung. Denn im Betriebsalltag werden sie permanent mit neuen Herausforderungen konfrontiert – zum Beispiel, weil Kunden neue Wünsche und Anforderungen formulieren oder weil neue Technologien neue Problemlösungen ermöglichen.
Hinzu kommt, dass Mitarbeiter, deren Kompetenz und selbständiges Arbeiten zu wenig gefördert wird, fortwährend am Zeitbudget ihrer Vorgesetzten knabbern. Etwa durch permanente Rückfragen oder weil regelmässig Nacharbeiten nötig sind. Dadurch verlangsamen sich zudem ganze Prozesse.
 
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