Display lädt Passanten ein

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Display lädt Passanten ein

(Quelle: Advertima)
Artikel erschienen in IT Magazine 2016/11
Seite 1
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6. November 2016 -  Durch die Auswertung von Kamera­bildern erkennt die Software des Start-ups Advertima Alter, Geschlecht, Gesten und Emotionen von Passanten.
Automatisch Schlüsse aus grossen Bilddatenmengen ziehen ist eines der Kern­einsatzgebiete für Machine Learning. Was bis vor kurzem aber nur Riesen wie Facebook konnten, gelingt jetzt auch dem Schweizer Start-up Advertima aus St. Gallen. Die Technologie des Start-ups konzentriert sich auf die Zone vor den Bildschirmen und will diese live auswerten – direkt im öffentlichen Raum. Die Algorithmen hinter der Technologie von Advertima erlauben ein direktes Ansprechen von Passanten sowie eine "intelligente" Interaktion.

Zurzeit arbeitet das Start-up an einem Pilotprojekt im Auftrag von Migros, welches das Ziel verfolgt, die Besucher eines Einkaufszentrums zu einem Weihnachtsspiel zu animieren. Mittels einiger verteilter Bildschirme werden Vorbeigehende persönlich eingeladen, am Spiel teilzunehmen und dieses an einem grossen Hauptschirm zu bewältigen. Das System erkennt Alter, Grösse und Geschlecht sowie die Farbe der Kleidung und so kann die Spielfigur dem Äusseren der spielenden Person nachempfunden werden, die ihren Avatar dann durch Gesten steuert.

Erkennt bis zu 30 Personen

Neu daran ist unter anderem, dass die erste Interaktion vom Bildschirm ausgeht und nicht durch einen Menschen ausgelöst werden muss. "Unsere Software kann zurzeit bis zu 30 Personen gleichzeitig erkennen", erklärt Christian Naef, der verantwortlich für Marketing und Customer Relations bei Advertima ist. Im Zentrum steht dabei die Reaktion der Teilnehmer. "Die Frage war: Wie können wir den Menschen Inputs geben, die ihrem Interesse entsprechen und ihnen gleichzeitig nützliche Informationen liefern?", so Naef weiter.

Ebenfalls zentral ist das Erkennen von Emotionen, zum Beispiel um Daten über Besucher zu sammeln: 1000 Frauen sind heute vorübergegangen, davon hatten 400 Augenkontakt mit dem Bildschirm, 250 schauten länger hin und 100 haben ein paar Sekunden gelacht. Das sind einfache Anwendungsszenarien, die Rückschlüsse über die Effektivität einer Werbung zulassen. Führt man dem System zusätzliche Daten zu, lassen sich noch weitere Schlüsse ziehen. Denn das System reagiert neben der Kameraauswertung auf eine Vielzahl von Inputs wie Bluetooth, Beacons oder ein WiFi-Signal.
 
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