Alles Alexa in Vegas

Sprachtechnologien auf der CES 2017

Alles Alexa in Vegas

Artikel erschienen in IT Magazine 2017/01
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4. Februar 2017 -  Amazons Sprachassistentin Alexa dürfte schon bald in Autos, Fernsehgeräten und Kühlschränken zu finden sein.
Amazon präsentierte die Sprach­assistentin Alexa erstmals im Lautsprecher Echo. (Quelle: Amazon)
Die Consumer Electronics Show in Las Vegas stand in diesem Jahr im Zeichen der Sprachtechnologien. Den Konkurrenten eine Nasenlänge voraus scheint Amazon mit der Lösung Alexa zu sein, die zu einem Hauptthema der diesjährigen CES avancierte. So wurden in Las Vegas unter anderem ein Kühlschrank, mehrere Lautsprecher und Fernsehgeräte, ein Staubsauger, Waschmaschinen und Autos von Ford und VW präsentiert, die allesamt mit der smarten Sprachassistentin von Amazon ausgestattet sind. Ford-Alexa soll beispielsweise die Fähigkeit besitzen, mit den smarten Systemen daheim zu kommunizieren. Damit wäre es künftig möglich, während der Fahrt die Frage: "Haben wir noch genug Milch im Kühlschrank?" an die Sprachassistentin zu richten. Alexa soll dann Antwort geben können und auch gleich wissen, welcher Supermarkt in unmittelbarer Nähe ist und welches Geschäft Milch gerade im Sonderangebot hat.

Amazons Alexa ist Siri & Co. eine Nasenlänge ­voraus

Amazon hat Alexa 2014 auf den amerikanischen Markt gebracht, zunächst im hauseigenen vernetzten Lautsprecher Echo. Inzwischen assistiert Alexa in diversen Geräten vom Haarföhn über die Waschmaschine bis hin zum Auto und soll mehr als 7000 Fähigkeiten haben. Vor allem aber lernt Alexa neue Dinge hinzu. Amazon hat es geschafft, den Algorithmus hinter der smarten Sprach­assistentin so zu entwickeln, dass sie neue Befehle oder Angewohnheiten des Nutzers sozusagen sanft lernt, sprich auch erkennt, dass nicht jede Gewohnheit gleich zur Regel wird. So unterscheidet sich Alexa inzwischen auch schon von den Technologien der Amazon-Konkurrenten Google, Microsoft und Apple, deren Lösungen zwar auch stetig besser werden, im Vergleich mit Amazons Lösung aber eher storchbeinig erscheinen. Sie konzentrieren sich zu stark auf die Regelmässigkeit der Gewohnheiten der Nutzer. Ein kleines Beispiel: Das iPhone will einen auch am Sonntagmorgen zur Arbeit schicken und zeigt entsprechend die schnellste Verkehrsverbindung dorthin. Das System von Alexa hingegen soll erkennen, dass Sonntag ist, und den Nutzer fragen, wohin er gehen möchte.
 
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