Kurzdistanz-­Beamer im Büro-Einsatz

Vergleichstest
Kurzdistanz-­Beamer im Büro-Einsatz

Kurzdistanz-­Beamer im Büro-Einsatz

(Quelle: iStock Photo)
Artikel erschienen in IT Magazine 2017/03
Seite 1
4. März 2017 -  Beamer mit kurzen Projektionsdistanzen sind für Präsentationen besonders gut geeignet, weil die Gefahr kleiner ist, dass die vortragende Person in den Lichtkegel tritt und das Bild verdeckt. "Swiss IT Magazine" hat sieben Vertreter dieser Gattung getestet.
Beamer beziehungsweise Projektoren sind schon seit etlichen Jahren eine brauchbare Alternative zu Monitoren aller Grössen, sowohl in der Heimanwendung als auch im Business-Bereich. Der Hauptvorteil solcher Geräte liegt noch immer in der Bildgrösse, welche diese an eine Wand oder auf eine Leinwand projizieren können. Diese beträgt nicht selten mehr als zwei Meter in der Diagonalen, was nur die wenigsten und teuersten Fernseher schaffen. Dieser Vorteil wird in der Regel aber durch die geringere Helligkeit und Qualität des Bildes relativiert und ausserdem geht mit der Beamer-Technologie auch ein lauteres Betriebsgeräusch einher, weil die Lichtquellen der Projektoren sehr heiss werden können und dementsprechend gekühlt werden müssen. Dennoch sind solche Geräte gerade im Geschäftsbereich als Präsentationsmittel beliebt. Der jüngste Trend hin zu sogenannten Kurzdistanz-Beamern macht diese im geschäftlichen Kontext sogar noch attraktiver, denn sie können dank spezieller Projektionstechnik sehr nah an der Projektionsfläche positioniert werden. Dadurch wird verhindert, dass Personen oder Gegenstände während der Präsentation den Lichtstrahlen und damit der Projektion im Weg stehen können.

Seit dem letzten Jahr erscheinen vermehrt Kurzdistanz-Beamer auf dem Markt, für uns Grund genug, namhafte Hersteller zu bitten, uns jeweils ein Modell aus ihrem Sortiment für einen Test zur Verfügung zu stellen, wobei die Geräte nicht mehr als 2000 Franken kosten sollten. Sieben Hersteller sind unserem Ruf gefolgt und liessen ihre Beamer von unserer Redaktion auf Herz und Nieren prüfen. Die Projektoren wurden in den jeweiligen Standard-Einstellungen in einem kleinen, nicht speziell abgedunkelten Sitzungsraum getestet. Wand- oder Deckenhalterungen wurden keine verwendet, alle Geräte standen während des Tests auf einem Tisch. Angeschlossen wurden sie über HDMI an ein Notebook, ausserdem wurde versucht, verschiedene Dateiformate von einem USB-Stick direkt auf den Geräten abzuspielen. Hauptkriterien für die Bewertung waren neben der Helligkeit und der Bildqualität auch eine geringe Geräuschentwicklung. ­Ausserdem wurden die Einfachheit der Bedienung unter die Lupe genommen wie auch die Verarbeitung. Schliesslich gab es noch Punkte für die Vielfalt der Anschlüsse, den Lieferumfang und das Preis-Leistungs-Verhältnis. Die uns für den Test zur Verfügung gestellten Exemplare erwiesen sich als ziemlich unterschiedlich in ihrer Funktionalität und lassen sich grob in drei Kategorien einteilen.

Die Stationären

Mit den Modellen von Benq und Casio sind zwei Projektoren vertreten, die dafür ausgelegt sind, stationär an der Decke eines Sitzungsraumes installiert zu werden. Die Geräte sind relativ gross und mit einem Gewicht von rund 6 Kilogramm nur bedingt portabel. Sie projizieren die Bilder nicht wie gewohnt über eine Linse nach vorne, sondern über ein Spiegelsystem nach oben oder im Falle der Montage kopfüber von der Decke nach unten. Dadurch können sie unmittelbar vor der Projektionsfläche positioniert werden, in einem Abstand von nur wenigen Zentimetern. Selbst bei sehr kurzen Distanzen können sie Bilder mit einer Diagonalen von fast zwei Metern projizieren. Entfernt man sie von der Projektionsfläche, sind schnell Bilddiagonalen von mehr als zwei Metern möglich. Sie sind mit leistungsstarken Lichtquellen versehen, die mit einer Helligkeit von mehr als 3000 Lumen aufwarten. Die relativ steilen Projektionswinkel bedingen allerdings ebene Projektionsflächen, also entweder eine glatte Wand oder noch besser eine Leinwand, denn jede Unebenheit wirft unweigerlich einen Schatten, der länger wird, je weiter der beleuchtete Punkt von der Lichtquelle entfernt liegt. Das mag auf den ersten Blick trivial erscheinen, allerdings ist in der Praxis längst nicht jeder Sitzungsraum mit einer angemessenen Projektionsfläche ausgestattet und die Versuchung dann gross, das Bild doch an eine raue Wand zu projizieren. Mit Projektoren dieses Typs führt das aber dazu, dass das Bild am weiter von der Lichtquelle entfernten Bildrand wegen der von den Unebenheiten geworfenen Schatten dunkler wird.
 
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