Aktuelle Bedrohungen durch Cyber-Kriminalität

Aktuelle Bedrohungen durch Cyber-Kriminalität

Artikel erschienen in IT Magazine 2017/03
Seite 1
4. März 2017
Aktuelle Bedrohungen durch Cyber-Kriminalität
(Quelle: ISACA)
Weltweit wächst die Bedrohung durch Cyber-Kriminalität für Unternehmen aller Branchen und Grös­sen. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 36 Prozent aller Unternehmen weltweit Opfer von Cyber-Kriminalität. Cyber-­Kriminalität steht damit in den Statistiken auf Platz 2 der häufigsten Arten von Wirtschaftskriminalität – Tendenz steigend. Weltweite Vernetzung, Digitalisierung und virtuelle Zusammenarbeit sowie Industrie 4.0 bieten Cyber-Kriminellen neue Angriffsflächen. Die Produktion wird digitalisiert und Maschinen werden über das Internet vernetzt, wodurch neue Möglichkeiten und Angriffsformen der Cyber-Kriminalität entstehen.


Cyber-Kriminalität verursacht bei einem einzelnen Angriff im betroffenen Unternehmen einen sehr hohen Schaden. Neben den primären Kosten zur Abwehr des Angriffs und der akuten Schadensbehebung kommen häufig hohe Folgekosten auf die betroffenen Unternehmen zu. Der deutsche Digitalverband Bitkom beziffert, basierend auf einer unter mehr als 500 Unternehmen in 2016 durchgeführten Umfrage, einen Schaden von rund 350 Milliarden Euro pro Jahr für die globale Wirtschaft.
Studien zeigen, dass der Grossteil von Cyber-Angriffen nicht veröffentlicht wird, dennoch gelangen in den vergangenen Jahren immer mehr Cyber-Angriffe in die Medien.

Im Jahr 2014 kam es beispielsweise zu einem der bis heute grössten Diebstähle von Zugangsdaten zu E-Mail-Konten, bei welchem rund 18 Millionen Nutzer betroffen waren. Kriminelle wendeten dabei die Vorgehensweise des Phishings an. Dabei werden Nutzer auf manipulierte Webseiten gelockt und dort aufgefordert, Daten einzugeben. Alternativ wird häufig Schadsoftware eingeschleust, welche entsprechende Informationen ausspioniert (bspw. beim Online-Banking oder Einkauf). Da als Schwachstelle hier in der Regel E-Mail-Accounts eine Rolle spielen, ist jedes Unternehmen dieser Gefahr ausgesetzt. Auch ein internationaler Logistik Dienstleister wurde im Sommer 2016 Opfer eines Phishing-Angriffs, bei welchem E-Mails mit gefälschtem Absender an Kunden des Dienstleisters versendet wurden. Im Anhang dieser gefälschten Mails versteckte sich ein Virus, mit dem Kriminelle an Kundendaten gelangen wollten.
 
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