Den Hund immer im Blick

Petcube
Den Hund immer im Blick

Den Hund immer im Blick

(Quelle: SITM / Petcube)
Artikel erschienen in IT Magazine 2017/03
Seite 1
4. März 2017 -  Die smarte Haustierkamera Petcube im Alltagstest.
Wie wohl alle Hundehalter interessiert mich brennend, was mein felliger Freund macht, wenn er sich alleine wägt. Obwohl ich von Überwachung im Allgemeinen nicht allzu viel halte, installiere ich also die Haustierkamera Petcube, die der gleichnamige Hersteller für einen Test zur Verfügung stellt. Die Kurzanleitung führt Schritt für Schritt durch den Einrichtungsprozess, bei dem ich die Kamera mit meinem WLAN verbinde und mich registriere. Letzteres ist via das eigene Facebook-Profil oder die Mailadresse möglich. Dabei muss man seinen vollständigen Namen angeben (ja, auch den des Haustieres), ausserdem ein Foto von beiden hochladen und Angaben zu Art, Rasse, Geburtstag machen. In meinem Fall: Mikosh, Hund, Labrador, 30. April 2016. In fünf Minuten bin ich fertig.

Das grosse Werbeversprechen von Petcube lautet: "Bleib mit deinen Haustieren verbunden, wenn du nicht zu Hause bist." 237 Franken kostet der Spass. Das Aluminuim-Gehäuse des würfelförmigen Gebildes ist hübsch verarbeitet und in Roségold, Silber oder Carbonschwarz zu haben. Das Gerät kommt mit Zwei-Wege-Audiokommunikation, Laser­pointer, dreifachem digitalen Zoom und 138-Grad-Weitwinkel-Kamera. Über die App, die für iOS und Android zur Verfügung steht, kann man sich benachrichtigen lassen, sobald die Sensoren des Pet­cubes Geräusche oder Bewegungen bemerken – und auf Wunsch startet das Gerät dann automatisch, ein Video aufzuzeichnen. Letzteres ist allerdings nur mit dem Video-Cloud-Abo «Petcube Care» zu haben, nach kostenlosen 30 Tagen ist eine monatlichen Gebühr fällig. Zehn Tage Videoaufzeichnung kosten 10 Dollar im Monat, 30 Tage Videoaufzeichnung gibt es für 30 Dollar im Monat.

Es passiert: nichts

Die Kamera stelle ich auf ein Sideboard, so dass sie den Wohnraum filmt, in dem mein Hund sich meistens aufhält. Ich starte den Versuch, verabschiede Mikosh und stelle mich vor die Haustür. Auf meiner Petcube-App verfolge ich im Livestream das Geschehen. Mein Hund hat es sich auf seinem Kissen gemütlich gemacht und schläft. Ich betrachte das friedliche Bild. Es passiert: nichts. Ich probiere den Laserpointer aus, bewege ihn mit meinen Fingern auf dem Touchpad. Aber er stockt, und mein Hund schläft ja eh. Ausserdem ist das wohl eher für Katzen gedacht. Sprechen will ich mit ihm auch nicht über die Kamera, nachher beginnt er noch, nach mir zu suchen.

Via App könnte ich die Erlebnisse des allein gebliebenen Haustieres als Fotos und Videos festhalten und mit der Pet­cube-Community teilen. Aber eben – mein Hund lässt sich zu keiner aufsehenserregenden Aktivität "allein zu Haus" hinreissen. Mit dem Animationsfilm "Pets", der letztes Jahr die Kinos stürmte und erzählt, was Haustiere für Abenteuer erleben, wenn ihre Herrchen und Frauchen das Haus verlassen, hat die Realität auf jeden Fall rein gar nichts zu tun – zumindest nicht in meinem Fall. Aber dass mein Hund zufrieden eingerollt schläft, ist ja eigentlich genau das, was ich sehen wollte: keine Panik vorm Alleinsein.
 
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