Cyber-Versicherung als zusätzliche IT-Sicherheitsmassnahme

Cyber-Versicherung als zusätzliche IT-Sicherheitsmassnahme

Cyber-Versicherung als zusätzliche IT-Sicherheitsmassnahme

(Quelle: iStock Photo)
Artikel erschienen in IT Magazine 2017/04
Seite 1
1. April 2017 -  Von Fulvio Elia

Kaum ein Unternehmen ist heute noch gefeit vor Cyber-­Angriffen. Prävention ist dabei das A und O. Kommt es aber trotzdem zu einer erfolgreichen Attacke, hilft eine Cyber-Versicherung, den Schaden in Grenzen zu halten.
Cyber-Attacken ziehen immer wieder das öffentliche Interesse auf sich. In regelmässigen Abständen berichten die Medien beispielsweise über den Datenverlust gehackter Grossunternehmen oder versuchte Attacken auf Flughäfen, andere öffentliche Institutionen und sogar Staaten. Immer mehr geraten aber auch kleinere und mittlere Firmen ins Visier von Hackern. Doch was sind die Risiken für einen Kleinbetrieb? Kann denn zum Beispiel ein lokaler Schreinereibetrieb in einer ländlichen Region ebenfalls von einem Cyber-Angriff betroffen sein?

Keine Firma ist vor Cyber-­Attacken gefeit

Natürlich sind Firmen, die im Kerngeschäft von der Informatik abhängig sind, besonders stark gefährdet. Zum Beispiel solche, die einen Webshop betreiben. Ein Schreiner fürchtet sich wahrscheinlich eher vor einem Grossbrand als einem Cyber-Angriff. Doch grundsätzlich kann heute jede Firma, die in irgendeiner Form auf IT-Systeme angewiesen ist, zum Ziel von Cyber-Attacken werden. Und IT-Systeme finden sich in praktisch jedem Unternehmen, da kaum jemand auf E-Banking, Online-Bestellungen oder elektronische Buchhaltung und Kundendatenbank verzichten kann. Dieses Risiko wird in kleineren und mittleren Firmen allerdings oftmals unterschätzt. Dass auch ein Schreiner betroffen sein kann, zeigt ein aktuelles Beispiel. Ende Januar 2017 stellte eine Schreinerei im Kanton Bern fest, dass vier Zahlungen über 437’000 Franken von ihrem Firmenkonto ausgelöst worden waren, ohne dass sie einen entsprechenden Auftrag gegeben hatte. Es stellte sich heraus, dass die Schreinerei Opfer eines Hacker-Angriffs geworden war. Ein Trojaner hatte sich zuvor in ihrem IT-System eingenistet und die betrügerischen Zahlungen überhaupt erst möglich gemacht.

Der Zahlungsverkehr ist aber nur ein Beispiel, wie Hacker sich an Firmen bereichern können und ihnen Schaden zufügen. Heutzutage verschmilzt die Produktionssteuerung immer mehr mit der Informatik. Sobald eine Produktionsanlage mit einem Computer gesteuert werden kann, ist es für einen Hacker möglich, diese lahmzulegen oder fehlerhafte Teile zu produzieren, indem er die Befehle in der Software manipuliert.
 
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