One Workspace

One Workspace

One Workspace

(Quelle: iStockphoto)
Artikel erschienen in IT Magazine 2017/05
Seite 1
6. Mai 2017 -  Von Oliver Bendig

Das Konzept des Arbeitsplatzes 4.0 stellt Unternehmen und deren ­Mit­arbeiter vor grosse Heraus­forderungen.
Es dauert noch, bis der "Homo Deus", wie ihn der israelische Historiker Yuval Noah Harari in seinem vieldiskutierten, gleichnamigen neuen Buch beschreibt, in unserer Arbeitswelt aktiv werden wird. Vielleicht wird diese Vision eines Mensch-Maschine-Hybriden auch nie Realität. Dennoch sind erste Schritte in diese Richtung längst getan: Künstliche Intelligenz hält genauso Einzug am Arbeitsplatz wie Virtual und Augmented Reality; auch subkutan getragene Datenchips werden schon getestet. All diese Aspekte sind vielleicht Utopie oder Dystopie. Das One-Workspace-Konzept aber ist hochaktuell, weil es ein besseres Arbeitsleben ermöglicht, und wird somit von zunehmend vielen Unternehmen verwirklicht. Dabei sind etliche Herausforderungen zu meistern: Prozesse müssen überdacht werden, Mitarbeiter mit der richtigen Kompetenz ausgestattet und die Führungskultur neuen Ansätzen unterworfen werden. Oft vergessen oder fälschlicherweise kaum beachtet, aber dennoch genauso wichtig, wird das Thema Rechtskonformität der IT und dabei das Sonderthema Data Center Compliance. Hier verstecken sich betriebsrechtliche und finanzielle Risiken, die vermeidbar sind. Im Gegenteil, eine aktive Steuerung ermöglicht Kostenoptimierungen und Rechtssicherheit für Unternehmen und Mitarbeiter.

Wieso One Workspace?

Moderne Wissensarbeiter nutzen für ihre Arbeit verschiedene Geräte (PC, Laptop, Smartphone, Tablets, etc.) sowie unterschiedliche Anwendungstypen, wie etwa mobile, virtuelle oder physische Apps und SaaS-Apps. Sie verwenden verschiedene Datencontainer wie zum Beispiel Google Drive, Dropbox oder Sharepoint, und sehr viele digitale Identitäten, etwa den Active Directory Account im Unternehmen, die Google ID oder die Apple ID. Geräte und Anwendungen sind zudem häufig privat finanziert und organisiert, werden aber für die Arbeit eingesetzt. Auf den Geräten und in den Datencontainern liegen private und geschäftliche Daten nebeneinander. Der Anspruch der Mitarbeiter ist es, jederzeit, an jedem Ort und mit jedem Gerät arbeiten zu können, also uneingeschränkten Zugriff auf Anwendungen und Daten zu bekommen und dabei sowohl daten- als auch rechtssicher zu agieren. Allein die Vielfalt an mobilen Geräten und den darauf laufenden Betriebssystemversionen stellt die IT vor grosse Herausforderungen. In Kombination mit der Vielfalt an Anwendungen und den Ansprüchen, die ein modernes Lizenzmanagement an das Unternehmen stellt, wird die kontextbasierte Bereitstellung und Verwaltung des modernen Arbeitsplatzes zu einer äusserst komplexen Aufgabe. Nur ein Beispiel: Wie schafft es die IT zu wissen, welcher Mitarbeiter welches Office-365-Abonnement benötigt und welche Bestandteile der Lizenz er überhaupt nutzt, oder ob die Lizenzausgaben angesichts der Nicht-Nutzung womöglich unnötig sind? Dennoch will jedes Unternehmen die Produktivität seiner zunehmend mobil arbeitenden Mitarbeiter unterstützen und verbessern und die Möglichkeiten der Geräte und Applikationen effizient ausschöpfen. Menschen und Technologien sollen optimal für den Geschäftserfolg zusammenwirken. Mit den althergebrachten Methoden der Arbeitsplatzverwaltung ist das in einer zunehmenden Cloud- und Mobile-affinen Welt nicht zu erreichen. Daher hat das One-Workspace-Konzept seinen Siegeszug durch die Unternehmen angetreten. Mit One Workspace werden den Mitarbeitern alle ihre Geräte, Applikationen, Daten, Identitäten und Services über eine persönliche Cloud zur Verfügung gestellt. Organisiert, verwaltet, unterhalten sowie IT-technisch und rechtlich abgesichert wird dieser Cloud Workspace für jedes Gerät zu jeder Zeit zum richtigen Servicepreis bereitgestellt.
 
Seite 1 von 4
Nächste Seite

Neuen Kommentar erfassen

Kommentare werden vor der Freischaltung durch die Redaktion geprüft.
Anti-Spam-Frage Wie hiess im Märchen die Schwester von Hänsel?
Antwort
Name
E-Mail
NEWSLETTER ABONNIEREN
Abonnieren Sie unseren täglichen Newsletter mit den wichtigsten ICT-Meldungen
SWISS IT MAGAZINE - AUSGABE 2017/07
Schwerpunkt: IT-Karriere 50+
• Schicksale: Das Bangen um die Zukunft
• Altes Eisen oder Talente mit Erfahrung?
• Arbeitsmarktfähigkeit ist der ­Schlüssel zum Erfolg
• "Ständige Weiterbildung ist zwingend"
• Der Bewerber ist in der Bringschuld
Zum Inhaltsverzeichnis
SPONSOREN & PARTNER