Ein Finanzplaner für KMU

Ein Finanzplaner für KMU

Ein Finanzplaner für KMU

(Quelle: Swiss Made Software)
Artikel erschienen in IT Magazine 2017/05
Seite 1
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6. Mai 2017 -  Nicht viele KMU können sich einen Experten für die Finanzplanung leisten. Das Start-up Tresio springt mit zwei Angeboten in die Bresche.
Organisatorisch sind Töchter von Grosskonzernen häufig KMU. Die starke Mutter beschert ihnen aber so mancherlei Privilegien, gerade im Bereich Finanzdienstleistungen. Diese Pforte will das Start-up Amnis Treasury Services für alle KMU aufstossen. Seit der Gründung 2014 bietet das Unternehmen dafür zwei digitale Dienstleistungen: einen Devisenmarkt für den Währungstausch und Tresio, eine Software für das Liquiditätsmanagement.

Die drei Gründer arbeiteten zuvor für Grosskonzerne im Bereich Finanzdienstleistungen, kennen die Materie also intim. "Nur 20 Prozent der KMU haben einen digitalen Zugang zu Finanzdienstleistungen", so CEO und Mitgründer Michael Wüst. Besteht Fremdwährungsbedarf, müssen Kurse häufig noch telefonisch bei der Hausbank abgefragt werden. Eine Antwort kann dauern und die angegebenen Kurse lassen sich selten über mehrere Tage absichern. Der Amnis Devisenmarkt macht Schluss damit und erlaubt den Währungstausch per Klick zu einem transparenten Kurs. "Selbst wo es digitale Kanäle gibt, sind diese oft teuer. Den Kunden ist teilweise nicht bewusst, dass die Kurse hohe Bearbeitungsgebühren enthalten", erklärt Wüst. Das Konzept hat Anklang gefunden. Allein im letzten Jahr flossen mehr als 100 Millionen Franken durch die Amnis-Plattform. Für 2017 wird eine Verdoppelung dieses Volumens angestrebt.

Zehn Minuten Aufwand

Doch die Unternehmens-Vision führt weiter: Seit Anfang des Jahres steht mit Tresio ein Tool für die Liquiditätsplanung zur Verfügung. "Gemäss Seco gehen neun von zehn KMU aufgrund von Liquiditätsengpässen ein", erklärt Wüst. Mit der richtigen Planung wäre die Zahl tiefer, ist er überzeugt. Verschärft wird die Problematik dadurch, dass es bei vielen KMU keinen Finanzverantwortlichen gibt. Deshalb legte man bei Amnis viel Wert auf ein möglichst simples Tool. Die Buchhaltungsdaten können via Schnittstelle importiert oder per CSV von Hand hochgeladen werden. Zurzeit gibt es Schnittstellen in die Buchhaltungssoftware von Run my Accounts und Small Invoice. Weitere sollen bald folgen. Anschliessend hilft ein übersichtliches Dash­board, schnell erste Erkenntnisse zu gewinnen. "Viele unserer Kunden können mit zehn Minuten Aufwand schon einen grossen Schritt nach vorne machen", so Wüst. Entsteht ein Engpass, schlägt Tresio Alarm und erlaubt es den Verantwortlichen, rechtzeitig zu handeln.
 
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