Hohe Reichweite und individuelle Ansprache

Hohe Reichweite und individuelle Ansprache

Hohe Reichweite und individuelle Ansprache

(Quelle: iStock Photo)
Artikel erschienen in IT Magazine 2017/06
Seite 1
10. Juni 2017 -  Von Ursula Stalder

Die Kunden haben sich schon lange an sie gewöhnt und nehmen sie als selbstverständlichen Teil des Alltags wahr: digitale Screens im öffentlichen Raum. Neu sind Digital-Signage-Lösungen also keineswegs. Wohl aber die zunehmende Abdeckung der Customer Journey. Dabei geht es aber schon lange nicht mehr nur um das Umgarnen während Wartezeiten oder das Begleiten des Kunden durch das Geschäft.
Der Digital-Signage-Markt in der Schweiz befindet sich seit 2015 in einer deutlichen Wachstumsphase. So liess sich im gesamten Markt in den vergangenen Jahren eine grosse Dynamik feststellen. Das Wachstum wird angetrieben durch immer neue Technologien und den Wunsch der Unternehmen, ihre Zielgruppe möglichst direkt zu erreichen. Nach den klassischen Geschäftsfeldern wie dem öffentlichen Verkehr, Retail und Banking durchdringen Digital-Signage-Lösungen zunehmend auch die Unternehmenskommunikation und den Bildungsbereich.

Ganz explizit zeigt sich das Wachstum bei der Zahl der Werbe-Netze, auf Englisch Digital Out-of-Home (DOOH). Dieser Bereich ist im letzten Jahr um 45 Prozent gewachsen. Die Standortzahl schoss mit der Installation von 1000 Displays von Screen24 und den rund 600 Screens des Genfer Fahrgast-TV deutlich in die Höhe.

Steigend ist auch die Nachfrage: Die aktuellen Zahlen der Stiftung Werbestatistik weisen 18,5 Prozent mehr Werbe-Investitionen in digitale Out-of-Home-Netze aus als im Vorjahreszeitraum. Die Qualität der Netze ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen, der stabile und vergleichsweise attraktive Tausend-Kontaktpreis (TKP) unterstützt die Investitionsbereitschaft von Werbetreibenden und Vermarktern ebenfalls. Zudem werden die Reichweiten der DOOH-Netze endlich einheitlich erhoben. Damit ist erreicht, was der Markt dringend benötigte: Die Netzwerke sind für Werbekunden, Media-­Agenturen und Vermarkter mit anderen Mediengattungen vergleichbar. Digital Out-of-Home ist damit eine der wenigen Mediengattungen im stagnierenden Werbemarkt, die wächst.

Wachstum dank neuer ­Geschäftsfelder

Im Zuge des Wachstums ändert sich auch der Markt kontinuierlich. Sinkende Preise, steigende Qualität und neue Technologien, die zur Marktreife gelangen, werden die Durchdringung des öffent­lichen Raums mit digitalen Installationen weiter vorantreiben.

High-Brightness-Displays, die auch unter wechselnden Lichtverhältnissen ein zuverlässiges, brillantes Bild liefern, sind zu Standardangeboten der grossen Hersteller geworden. Die gefallenen Preise geben der lange gewünschten Ausstattung von Schaufenstern Auftrieb.

Das Display-Netz, das die UBS seit 2011 betreibt, umfasst mittlerweile mehr als 1000 Screens, die fester Bestandteil der über 300 Geschäftsstellen sind. Der UBS stehen damit für werbliche Massnahmen eigene Medien mit einer Reichweite von über zwei Millionen Passanten täglich zur Verfügung.

Auch der Einsatz im Aussenbereich gewinnt durch die sinkenden Preise der High-Brightness-Displays an Fahrt: So haben die Schifffahrtsgesellschaften in Zürich und Luzern Outdoor-Stellen für ein verbessertes Informationsleitsystem der Gäste in Betrieb genommen, die Sonne, Wind und Regen trotzen. Die doppelseitige Ausführung im 55-Zoll-Hochkantformat nutzt den Raum optimal und erhöht die Informationsleistung um ein Vielfaches.

Fallende Preise gibt es auch bei den LED-Screens. Wegen niedriger Pixel­abstände können diese mittlerweile auch im Innenbereich genutzt werden. So sind beispielsweise an zwei Standorten der Migros Aare grosse LED-Displays oberhalb der Käse-, Fleisch- und Fisch-Frischetheken montiert, auf denen Animationen leckere Zubereitungsmöglichkeiten, Aktionen und Empfehlungen des Chefmetzgers zeigen sowie zusätzliche Dienstleistungen bewerben. Begleitende Analytics untersuchen die Wirkung dieser Fernfeldkommunikation auf die Frequenzsteigerung sowie das Kaufverhalten der Kunden.

UHD-Displays dagegen sind noch eher selten, weil die Produktion der Inhalte nach wie vor teuer ist.
 
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