Stationäre und mobile 4G-/LTE-Router

Stationäre und mobile 4G-/LTE-Router

Artikel erschienen in IT Magazine 2017/06
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10. Juni 2017 -  LTE-fähige Router kommen immer häufiger zum Einsatz, sei es als Backup-Lösung oder gar als Alternative zum Festnetzanschluss. Die Übersicht zeigt acht Modelle im Preissegment bis 600 Franken.
Stationäre und mobile 4G-/LTE-Router
Vergleichstabelle von 8 4G-Routern, Teil 1: ASUS 4G-AC55U, AVM FRITZ!Box 6820 LTE, Bintec Elmeg RS123w-4G und Cisco RV325-K9-G5. (Quelle: Swiss IT Magazine)
Dank immer grösser werdenden Mobilfunkbandbreiten und fast flächendeckender Abdeckung durch 4G-Netze werden LTE- oder 4G-Router zunehmend wichtiger und kommen vermehrt zu Hause oder auch in Büros zum Einsatz. Mittlerweile bieten Hersteller eine grosse Auswahl an stationären oder mobilen LTE-fähigen Modellen an. Die 4G-Router-Marktübersicht zeigt eine Auswahl von Modellen, welche die Vielseitigkeit solcher Geräte widerspiegelt. Mit dabei sind Modelle für unterschiedlichste Einsatzgebiete im Preissegment bis 600 Franken. Modelle für den industriellen Einsatz sind aber ebenso verfügbar. So haben sich einige Hersteller, wie etwa Lancom, sogar ausschliesslich auf diesen Bereich fokussiert. Als Anwendungsbereich gilt dabei primär der Einsatz als Backup-Lösung bei einem Ausfall des Festnetzanschlusses. Doch können LTE-Router auch als vollwertige Alternative zum herkömmlichen DSL- oder Kabelanschluss eingesetzt werden. Dies besonders an Orten, wo der Netzanschluss keinen signifikanten Geschwindigkeitsvorteil gegenüber dem 4G-Netz bietet. Ausserdem bieten sich LTE-Router auch als mobile Möglichkeit zur Highspeed-­Internet-Nutzung an. So gibt es Modelle mit intergriertem Akku. Dies bietet einerseits die Möglichkeit, auch unterwegs ein Netzwerk aufzubauen, andererseits bleibt man dadurch auch bei einem Ausfall des Stromnetzes weiter mit dem Internet verbunden. Kleinere und portable Geräte bieten zudem die Möglichkeit zur spontanen Einrichtung einer Büro-Umgebung, oder aber auch einfach zur Nutzung als Alternative zum langsamen und funktionsarmen Smartphone-Hotspot.

Vielseitig anwendbar

Stationäre und mobile 4G-/LTE-Router
Vergleichstabelle von 8 4G-Routern, Teil 2: D-Link DWR-921/E, Synology RT2600ac, TP-Link M7650 und Zyxel LTE4506. (Quelle: Swiss IT Magazine)
"Käufer von 4G-Routern sind üblicherweise kleinere bis mittlere Unternehmen, die Datenkommunikation über mobile Funknetze wie 4G möglichst unkompliziert ohne Kabel nutzen wollen", erklärt Daniel Girardet, Solution Engineer bei Cisco. Für Bernd Büttner, Director Strategic Marketing bei Bintec Elmeg, ist jedoch auch die Anwendung als Back­up des ADSL-/VDSL-Anschlusses ein wichtiges Einsatzgebiet: "Der typische Käufer legt gesteigerten Wert auf Ausfallsicherheit und nutzt das LTE oftmals als Backup." Doch auch für VPN-Verbindungen zwischen Aussenstellen oder für IoT-Kommunikation werden 4G-Verbindungen eingesetzt. Aber können 4G-Router Festnetzanschlüsse wirklich komplett ersetzen? Hier bleiben die Hersteller noch vorsichtig. "In manchen DSL-Ausbaugebieten ganz sicher, in Stadtgebieten eher nicht, da hier bereits 400 Mbit/s bis 1000 Mbit/s möglich sind. Sollte der 5G-Standard sich in naher Zukunft weiter durchsetzen, wäre dies denkbar", sagt etwa Jeremy Barber, Pre-Sales Engineer bei TP-Link Deutschland. Und auch Gerald Meiser, Country Manager Switzerland bei AVM, bleibt zurückhaltend: "LTE ist ein ‹shared› Medium, das heisst die verfügbare Bandbreite wird mit allen Mobilfunkgeräten geteilt, die gerade mit der Zelle verbunden sind. In dichter bevölkerten Gebieten kann deshalb die Bandbreite sehr schwanken. Den vollständigen Ersatz einer herkömmlichen Internetleitung durch LTE würden wir deshalb nur in den Fällen empfehlen, wo Festnetzanschlüsse keine Bandbreite von höher als 8 oder 10 Mbit/s im Download erreichen."
 
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