Videokommunikation neu definiert

Startup Perceptiko
Videokommunikation neu definiert

Videokommunikation neu definiert

(Quelle: Perceptiko)
Artikel erschienen in IT Magazine 2017/09
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2. September 2017 -  Perceptiko ist ein noch junges Spin-off der ETH und will mit Catcheye die Videochat-Welt erobern und revolutionieren. Die ­Lösung soll Menschen mit verbesserter Videokommunikation einander näher bringen.
Das Problem ist so alt wie die Videokommunikation selbst: Wenn man in die Kameralinse schaut, dann sieht man im Normalfall das Bild des Gegenübers auf dem Bildschirm nicht, und umgekehrt schaut man dem Gegenüber nicht in die Augen, wenn man auf den Bildschirm starrt, anstatt in die Kamera zu sehen. Dieses Dilemma untergräbt eine zentrale Funktion der Videochat-Technologie, nämlich die Distanz zu überbrücken, die durch die digitale Kommunikation zwischen den Menschen entsteht. Das Zürcher Start-up Perceptiko, das Anfang 2017 als Spin-off der ETH gegründet wurde, hat sich diesem Problem angenommen und mit Catcheye eine Software entwickelt, die das Potential hat, die Videokommunikation zu revolutionieren. "Swiss IT Magazine" hat sich mit Jan Rüegg, Chief Technology Officer bei Perceptiko, über das Unternehmen und die Technologie hinter Catcheye unterhalten.
"Entstanden ist die Idee zu Catcheye bereits während der Doktorarbeit von Claudia Plüss, der heutigen CEO von Perceptiko, die sie an der ETH unter der Aufsicht von Professor Markus Gross verfasst hat", erklärt Jan Rüegg. Das Thema ihrer Forschung war Telepresence, also die Entwicklung von Lösungen für die Videokommunikation, um Menschen einander näher zu bringen, die sich in Wirklichkeit nicht am selben Ort befinden. Eines von vielen Projekten drehte sich rund um das Problem des fehlenden Augenkontaktes während eines Videochats. Claudia Plüss hat ihre Beobachtungen in einem wissenschaftlichen Paper veröffentlicht, worauf die ETH ein Patent auf die darin beschriebene Technologie angemeldet hat. Laut Jan Rüegg stiess dies auf reges Interesse und es gab in der Folge immer wieder Anfragen zum Stand der Entwicklung. Daraus entstand die Idee, mit einem Pioneer Fellowship der ETH ein Start-up zu gründen und die Technologie zu kommerzialisieren. Neben Claudia Plüss waren anfänglich Markus Gross und Craig Gotsman, Professor für Computer Engineering am Technion – Israel Institute of Technology, an der Entwicklung beteiligt. Es war schliesslich Gross, der Jan Rüegg an Bord holte, nachdem dieser 2012 bei ihm den Master-Abschluss mit einer Spezialisierung in Visual Computing gemacht hatte. Zu viert entwickelten sie die Lösung unter dem Namen Catcheye. Seit 2015 arbeiten Jan Rüegg und Claudia Plüss nun Vollzeit an der Technologie.
 
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