CIO-Interview: "Der gegen­seitige Austausch ist wichtig"

CIO-Interview: "Der gegen­seitige Austausch ist wichtig"

Artikel erschienen in IT Magazine 2017/09
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2. September 2017 -  Marc Moser wurde vor fünf Jahren als Head of IT bei CRH Swiss Distribution angestellt und bekam den Auftrag, die IT zu konsolidieren. In den letzten vier Jahren hat er die Firmen-­IT umgebaut, ohne einen fixen Projektplan zu haben.
CIO-Interview: 'Der gegen­seitige Austausch ist wichtig'
Marc Moser, Head of IT bei CRH Swiss Distribution, hat nach der Matur ein VWL-Studium begonnen und neben dem Studium gearbeitet. Da das Gleichgewicht zwischen Studium und Arbeit nicht mehr gegeben war, hat Herr Moser das Studium nicht abgeschlossen. Stattdessen hat er sich gezielt in der Informatik weitergebildet und den Fachausweis Informatik Richtung Projektleitung abgeschlossen. Später folgten noch ein Diplom und ein Executive MBA an der Universität Zürich. In seiner Freizeit reist und golft er sehr gerne. (Quelle: CRH Swiss Distribution)
"Swiss IT Magazine": In der Schweiz ist CRH Swiss Distribution mit fünf Marken an 120 Standorten vertreten und vertreibt vor allem Gesamtlösungen für Rohbau und Innenausbau. Wie muss man sich die Informatik in einem solchen Unternehmen vorstellen?
Marc Moser: Kurz zusammengefasst schliessen die Hauptaufgaben der Informatikabteilung bei CRH Swiss Distribution den Betrieb der Grundinfrastrukturen, ERPs und der Sicherheit ein. Zudem haben wir ein bis zwei Audits pro Jahr, in denen die IT ebenfalls stark involviert ist.

Wie ist der Status der IT innerhalb von CRH Swiss Distribution?
Wir stellen Informatik für insgesamt 2000 Nutzer an 120 Standorten in der ganzen Schweiz bereit. Für 95 Prozent der Mitarbeiter bedeutet dies, dass der Computer laufen muss, sie Zugang zu Mail und ERP-System haben und lokal drucken können. Dann sind sie grundsätzlich zufrieden mit der IT. Für die restlichen fünf Prozent der Nutzer haben wir zunehmende Anforderungen, die sicher in Richtung Mobilität gehen. Grundsätzlich ist die Erwartung an die IT, dass man für Probleme schnell eine Lösung bieten kann. CRH ist keine Web-2.0-Firma, das heisst, bei uns muss die Informatik in erster Linie laufen. Andere Unternehmen sind sicher innovationsgetriebener als CRH.
Wie viele Personen umfasst das Informatik-Team von CRH?
Insgesamt arbeiten 34 Personen in der IT. Davon sind 14 Personen ausschliesslich für den Betrieb eines ERP-Systems zuständig. Das System basiert auf Movex, ist 20 Jahre alt und wurde in dieser Zeit nie aktualisiert. Die 14 Personen sind für den Support, die Programmierung und den technischen Betrieb des Systems zuständig. Die restlichen 20 Personen kümmern sich um den internen Support und Betrieb der übrigen IT-Systeme sowie eines zweiten ERP-Systems.

Wieso hat CRH zwei ERP-Systeme?
Die beiden Systeme korrelieren nicht miteinander. Zudem hat dies auch ein wenig mit der Geschichte des Unternehmens zu tun. CRH ist durch Käufe und Verkäufe von Firmen gewachsen. So waren bei meinem Start bei CRH vor fünf Jahren auch noch vier ERP-Systeme im Einsatz, einfach aus dem Grund, weil man die ERPs der einzelnen zugehörigen Firmen nie vereinheitlicht hat. Zudem hatte früher fast jede Firma ihr eigenes Rechenzentrum. Heute haben wir noch zwei Rechenzentren, eines für den Hauptbetrieb und eines für Disaster Recovery. Und auch die Grundinfrastruktur, egal ob Active Directory, Telefonie oder Printing, ist überall gleich.
 
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