Die Lieblinge in Schweizer Büros

Die Lieblinge in Schweizer Büros

Artikel erschienen in IT Magazine 2017/09
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2. September 2017 -  A3-Farb-MFPs kommen in Schweizer Unternehmen breit zum Einsatz. Bei der Geräteanschaffung ist es wichtig, die Bedürfnisse des Büros zu kennen. Wir zeigen neun Modelle für jeden Geschmack.
Die Lieblinge in Schweizer Büros
Vergleichstabelle von 9 Farb-A3-MFPs: Brother MFC-J6935DW, Canon ImageRUNNER, Epson WorkForce Pro WF-C869RDTWF, HP PageWide Pro 777z-Multifunktionsdrucker, Kyocera TASKalfa 4052ci, Lexmark CX924dte, OKI MC873dn, Ricoh MP C3004exSP und Xerox VersaLink C7020_DN (Quelle: Swiss IT Magazine)
Das Druckergeschäft ist seit Jahren umkämpft. Der westeuropäische Druckermarkt hat sich zuletzt etwas erholt und konnte im einstelligen Prozent­bereich sogar wachsen, wie aktuelle Zahlen von Context zeigen. Vor allem der Verkauf von Multifunktionsgeräten sorgte dafür, dass der Absatz zulegen konnte. Mit Inkjet-MFPs konnte ein Plus von sechs, mit Laser-MPFs eines von fünf Prozent erzielt werden. Demgegenüber wurden sieben Prozent weniger Stand-alone-Laser- und gar 21 Prozent weniger Inkjet-Drucker verkauft. Zudem zeigt sich bei den Verkaufszahlen eine grosse internationale Diskrepanz. In Ländern wie Spanien und Portugal konnten die Druckerverkäufe stark zulegen und es resultierte zuletzt ein sattes Plus von 25,3 Prozent beziehungswiese 20,6 Prozent. In Ländern wie Schweden (-21,5%), Belgien (-14,4%) und der Schweiz (-12,4%) hingegen brachen sie regelrecht ein.

Die Beobachtung, dass die Multifunktionsgeräte zulegen konnten, während sich die Verkäufe herkömmlicher Drucker zuletzt eher rückläufig entwickelten, teilt auch Sandro Nizzola, Product Manager bei Brother: "Grund dafür ist hauptsächlich der Preiszerfall und die immer kleiner werdende Differenz der Preise zwischen MFPs und den reinen Druckern." Vor allem Farb-A3-Multifunktionsgeräte, wie sie in der nachfolgenden Marktübersicht aufgeführt sind, erfreuen sich in den Schweizer Büros einer zunehmend grossen Beliebtheit. Ein Grund dafür dürfte sein, dass ganz allgemein der Trend in den Büros wieder in Richtung Farbausdrucke geht, erklärt Hans-Michael Voss, Managing Director Enterprise Sales Switzerland & Austria bei Lexmark: "Der Trend geht ganz allgemein zu Farbausdrucken. Studien haben ergeben, dass Farbe den Umsatz steigert und stärker im Gedächtnis bleibt. Dementsprechend haben Farb­ausdrucke gerade in Marketingabteilungen eine hohe Relevanz."

Bedürfnisse genau abklären

Bei der Frage, welche Drucktechnologie sich besser für den Einsatz in Unternehmen eignet, finden die Hersteller keinen gemeinsamen Nenner. So setzt Ricoh etwa ganz klar auf Laser-Lösungen, wie Dario Frattini, Product Manager Hardware Office Solution bei Ricoh Schweiz, erklärt: "Ricoh setzt im MFP-Bereich auf die stete Weiterentwicklung von Lasertechnologie und Toner. Die Lasertechnologie ist bewährt und bietet eine sehr gute Druckqualität, ausserdem benötigt man dazu keine speziell beschichteten Papiere. Bei geringem Gebrauch ist die Lasertechnologie immer einsatzbereit, während Tintensysteme regelmässig tintenverbrauchende Reinigungsläufe durchführen, um die Bereitschaft und Qualität sicher zu stellen."

Demgegenüber ist man bei Epson der Ansicht, dass der Tintendruck die Drucktechnologie der Zukunft ist, wie Giordano Sticcho, Leiter Niederlassung Schweiz von Epson, erklärt: "Inkjets bieten Unternehmen gegenüber Laserdruckern eine saubere, sparsame Drucktechnologie, die auch weitergehende Anforderungen, beispielsweise den dokumentenechten Druck, erfüllt." Gerade aufgrund der Energie-Thematik in der Schweiz sei die Tintentechnologie zudem interessant, da Tintengeräte einen bis zu 90 Prozent geringeren Stromverbrauch gegenüber Lasern aufweisen. Zudem seien neuere MFP-Systeme von Start ab mit entsprechend grossen Tintentanks ausgerüstet und können inzwischen auch bis zu 100 Seiten in der Minute anfertigen.
 
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