Erholung nach dem Desaster

Fallbeispiel

Erholung nach dem Desaster

Artikel erschienen in IT Magazine 2017/10
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1. Oktober 2017 -  Jedes Unternehmen, das bereits einmal Daten verloren hat, weiss, dass die Erfahrung schmerzhaft sein kann. Mit moderner Technologie lässt sich der Schaden aber beheben und im besten Fall sogar verhindern.
Erholung nach dem Desaster
"Wir merken, dass Unternehmen heute mehr Wert legen auf Security." Donat Kaeser, verantwortlicher Product Manager für Storage, Backup & Archiv Services, Swisscom (Quelle: Swisscom)
Ein durchdachtes Backup-Konzept schliesst immer auch ein Restore-Konzept mit ein, also die Möglichkeit, die Daten im Notfall auch wieder herstellen zu können. Tritt erst einmal ein Schadensfall ein, dann besteht die Dringlichkeit, die kompromittierten Daten schnellstmöglich wiederherzustellen, um den weiteren Betrieb des Unternehmens garantieren zu können. In einer Zeit, in der immer mehr geschäftliche Prozesse digital abgebildet werden und dadurch eine wachsende Datenmenge produzieren, wirkt sich jede Minute, in der diese Daten nicht für die weitere Verarbeitung zur Verfügung stehen, negativ auf den Geschäftsgang aus. Nicht umsonst wird in diesem Zusammenhang von Disaster Recovery gesprochen, wortwörtlich also von der Erholung von einem Desaster.

Jüngste Vorfälle wie die weltweite Verbreitung der Ransomware Wannacry und verschiedene Datenlecks, bei denen die persönlichen Daten von Millionen von Nutzern in falsche Hände geraten sind, haben gezeigt, dass kaum ein Unternehmen davor gefeit ist, Ziel digitaler Attacken zu werden. Gefährdet sind aus­serdem nicht nur die Daten des Unternehmens selbst, sondern meistens auch die dessen Kunden, was auch rechtliche Implikationen nach sich zieht.

Je nach Grösse und Beschaffenheit der betroffenen Organisation kann eine solche Situation letztlich auch existenzbedrohend sein. Aus diesem Grund setzen die Anbieter von Backup- und Recovery-Lösungen alles daran, die Daten ihrer Kunden bestmöglich zu schützen, im Optimalfall sogar einen Schaden zu verhindern.

Was niemand gerne zugibt

Donat Kaeser, verantwortlicher Product Manager für Storage, Backup & Archiv Services bei Swisscom und sein Kollege Henrik Aicher, Lead System Engineer Classic Storage, Product Owner Enterprise File Service & Unified Storage, wissen aus erster Hand, dass Unternehmensdaten immer wieder kompromittiert werden, und dies in zunehmendem Masse. Swisscom betreibt in der Schweiz mehrere grosse Rechenzentren, auf denen "mehrere Petabyte" Daten von Kunden lagern, wie Kaeser erklärt. Er und Henrik Aicher sind verantwortlich für die Lösung Enterprise File Service, die auf Unternehmen mit mindestens 500 Usern ausgelegt ist und auf der IT-Infrastruktur von Netapp basiert. Sie ist modular und besteht unter anderem aus einem File Server und einer Backup-Lösung mit integriertem Virenscanner. Neu gibt es auch eine Funktion, um Angriffe durch Ransomware zu erkennen, eine Lösung, die zusammen mit dem Software-Unternehmen Cleondris entwickelt wurde und auf Snapguard basiert. Von zentraler Bedeutung ist hierbei das Restore-Konzept, das im Schadensfall eine möglichst nahtlose und umfassende Wiederherstellung der Daten erlauben soll.
 
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