Privatsphäre und Sicherheit im Netz

Eblocker und Security Pi
Privatsphäre und Sicherheit im Netz

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(Quelle: Eblocker)
Artikel erschienen in IT Magazine 2017/10
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1. Oktober 2017 -  Wer sich im Internet bewegt, hinterlässt ständig Spuren und setzt sich der Gefahr von Hacker-Angriffen aus. Die deutsche Firma Eblocker und das Schweizer Start-up Security Pi bieten Hardware-Lösungen an, die Nutzer und ihre persönlichen Daten schützen sollen.

Eblocker: Der smarte Türsteher

Die deutsche Firma Eblocker bietet eine gleichnamige Software- und Hardware-Lösung an, die es ermöglichen soll, ohne grossen Aufwand das eigene Netzwerk vor neugierigen Datensammlern zu schützen. Die Eblocker-Software kann von geübten Nutzern auf einem Raspberry Pi oder Banana Pi installiert werden, während technisch weniger affine Zeitgenossen auf die fixfertige Hardware-Lösung zugreifen können. "Swiss IT Magazine" hat das kleine Gerät mit einer Family-Lizenz getestet. Die Kosten dafür belaufen sich auf 249 Euro, womit sich zehn individuelle Nutzerkonten erstellen lassen. Ausserdem wird man während einem Jahr umsonst mit Updates versorgt. Danach steht die Erneuerung der Lizenz an, was für jedes weitere Jahr mit 99 Euro zu Buche schlägt. Kauft man eine Lifetime-Lizenz, beschränken sich die Kosten auf eine einmalige Zahlung von 399 Euro.

Als erstes fällt auf, dass offenbar viel Wert auf das Produktdesign gelegt wurde. Schon die Verpackung ist handlich und robust und mit allerlei nützlichen Informationen in mehreren Sprachen bedruckt. Unter anderem ist darauf auch eine Kurzanleitung in vier Schritten für die Inbetriebnahme des Gerätes abgebildet. Im Lieferumfang enthalten sind nebst dem Eblocker auch ein flaches Gigabit-Ethernet-Kabel von einem Meter Länge sowie ein Netzteil, das mit vier Länderadaptern kommt, dessen Kabel aber lediglich 1,5 Meter lang ist. Der Eblocker selbst ist ein kleiner Würfel aus weissem Plastik mit einer Seitenlänge von gerade einmal neun Zentimetern und einem Gewicht von rund 150 Gramm. Bestückt ist das Gerät mit einer Quad-Core CPU mit einer Taktrate von 1,2 GHz, die das eigens entwickeltes Betriebssystem auf Linux-Basis, das so genannte EblockerOS, antreibt. Dabei verbraucht der Eblocker weniger als drei Watt Strom. Die Unterseite des Würfels ist mit vier kleinen Gummifüssen versehen, die für sicheren Halt auf einer glatten Oberfläche sorgen, aber auch eine Halterung ist vorhanden, um das Gerät an einer Wand zu befestigen. Auf einer Stirnseite prangt das orangefarbene Produktlogo, während sich alle Anschlüsse auf der gegenüberliegenden Seite befinden. Das sind zwei USB-2.0 Ports für Erweiterungen sowie ein Gigabit Ethernet Port und der Anschluss für das Netzteil. Auch ein HDMI Port ist vorhanden, dem jedoch keine Funktion zugewiesen wurde.

Zentralisierte Abhörsicherung für Heim- und Büronetzwerk

Um den Eblocker in Betrieb zu nehmen, muss man das Gerät lediglich an den Strom anschliessen und mittels Ethernet-Kabel mit dem Router oder einem Switch verbinden. Nach rund fünf Minuten hat sich das Gerät selbst konfiguriert und kann nun initialisiert werden. Dazu muss man in einem ersten Schritt in einem Browser die Adresse setup.eblocker.com aufrufen. Dabei macht es keinen Unterschied, welchen Browser man nutzt. Getestet haben wir den Eblocker sowohl mit Chrome als auch mit Firefox, dem Internet Explorer und Microsofts Edge. Wird im Browser in der rechten oberen Ecke das Eblocker-Logo eingeblendet, hat das Gerät den PC erkannt und man kann mit der Konfiguration beginnen. Die entsprechende Prozedur ist simpel: man muss lediglich die Seriennummer des Eblockers sowie den in der Verpackung beigelegten Lizenzschlüssel eingeben. Nachdem sich das Gerät mit dem Server von Eblocker verbunden hat und die Richtigkeit der Angaben geprüft wurden, ist es mit den vordefinierten Grundeinstellungen aktiv, filtert die Werbung aus dem eigenen Netzwerk und blockiert allfällig vorhandene Tracker.
 
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