Stolzer Käufer oder cleverer Nutzer? Wirtschaftliche Finanzierungsformen für die IT

Stolzer Käufer oder cleverer Nutzer? Wirtschaftliche Finanzierungsformen für die IT

Stolzer Käufer oder cleverer Nutzer? Wirtschaftliche Finanzierungsformen für die IT

(Quelle: Pixabay)
Artikel erschienen in IT Magazine 2017/11
Seite 1
4. November 2017 -  Von Kim Obrist

Je nach Branche beträgt der Anteil der IT-Kosten zwischen einem und zehn Prozent. Dieser Prozentsatz wird sicherlich steigen – und damit der Investitionsbedarf. Die Finanzierungsart kann massgeblich dazu beitragen, den Kostendruck zu senken und die Liquidität eines Unternehmens zu schonen.
Während für Laptops, Bürosoftware, Server und Speicher-Bausteine das Preisniveau seit Jahren fällt, steigen gleichzeitig die technischen Anforderungen an die IT-Architektur der Betriebe. Auch unternehmensweite oder gar unternehmensübergreifende Standards zwingen oft dazu, die eigene IT weiter auszubauen. Nicht immer ist dabei der Kauf oder ein Bankkredit die langfristig beste Lösung. Darüber hinaus gibt es zahlreiche andere Möglichkeiten, die Life-Cycle-Kosten zu minimieren.

Sieht man einmal von zwar sehr innovativen, aber nicht im Markt etablierten Methoden wie Crowdfunding oder Business Angels ab, bleiben realistisch betrachtet drei Finanzierungs­modelle übrig: Kauf, Leasing oder Miete. Sie unterscheiden sich teilweise deutlich in ihren Auswirkungen auf die Liquidität wie auch auf die Steuerlast eines Unternehmens.

Der Kauf

Die Entscheidung für Kauf, Leasing oder Miete hat steuerrechtliche Auswirkungen auf die Bilanz. Gekaufte Wirtschaftsgüter werden in den Anschaffungskosten bilanziert. Die dafür benötigten Investitionsmittel müssen aus den laufenden Umsätzen finanziert und über die Lebensdauer abgeschrieben werden. Dabei muss das Unternehmen berücksichtigen, dass es auch die Verzinsung des investierten Kapitals in der nachfolgenden Nutzungsdauer wieder verdienen muss.

Beim Kauf handelt es sich entweder um eine Innenfinanzierung auf Basis vorher erzielter Gewinne oder um eine Aussenfinanzierung. In diesem Fall kommen die benötigten Gelder von einem Kredit. Der Nachteil dabei: Die Innenfinanzierung schmälert die Liquidität, die Bankfinanzierung den eingeräumten Kreditrahmen. Zudem kostet eine klassische Finanzierung über die Hausbank nicht nur Zinsen, sondern auch Zeit – die bürokratische Vergabe eines Kredits durch ein Finanzinstitut kann dauern. Ein Argument allerdings spricht für den Kauf: Wer geschickt verhandelt, kann einen Rabatt vereinbaren. Diese Möglichkeit ist bei den anderen Finanzierungsmöglichkeiten meist ausgeschlossen.
 
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SWISS IT MAGAZINE - AUSGABE 2017/11
Schwerpunkt: IT-Finanzierung in der Schweiz
• Stolzer Käufer oder cleverer Nutzer? Wirtschaftliche Finanzierungsformen für die IT
• Flexibler Konsum: Die Pay-per-Use-Generation
• Marktübersicht: Angebote für IT-Leasing
• Fallbeispiel: WaaS als alternative Form der IT-Finanzierung
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