Fachliche Weiterbildung ist nicht mehr genug

Fachliche Weiterbildung ist nicht mehr genug

Artikel erschienen in IT Magazine 2017/11
Seite 1
4. November 2017 -  Von Sabine Wetzel

Wer, wenn nicht ein ICT-Dienstleister, muss dafür sorgen, dass seine Mitarbeitenden in Sachen Digitalisierung top ausgebildet sind – und es vor allem bleiben? Für den Erfolg braucht es nicht nur Fachwissen, sondern auch eine neue Denkhaltung.
Fachliche Weiterbildung ist nicht mehr genug
Sabine Wetzel ist Head Workforce Transformation bei T-Systems Schweiz. (Quelle: SwissICT)
"Workforce Transformation" ist darauf ausgerichtet, dass die Mitarbeitenden in drei Dimensionen up to date bleiben: auf der reinen Technologie- und Businessebene, in ihrer Arbeitsweise und last, but not least: in ihrer Denkhaltung. Richtig aufgesetzt, ergeben sich sowohl aus Employer- wie auch Employee-Sicht Vorteile.
Technologiewissen und Arbeitsweise sind eng verknüpft: Die Digitalisierung bringt ganz besonders mehrschichtige Aufgaben hervor, die ein Experte oder sogar ein ganzes Expertenteam nicht mehr allein bewältigen können. Hinzu kommt, dass die Experten zunehmend auf der ganzen Welt verteilt, in spezialisierten Communities aktiv und mehrheitlich virtuell in Kooperation sind. Dabei nutzen sie quasi von selbst neueste Technologien zur Vernetzung und zum Austausch.

"Go Digital" im Aus- und Weiter­bildungsprozess

Ein Arbeitgeber tut gut daran, diese Form der virtuellen Zusammenarbeit zu fördern – denn er profitiert letztendlich vom kollektiven Wissen: der "Crowd Intelligence". Gleichzeitig kann er dieselben Formate auch nutzen, um die neuen Kollaborationsformen und digitales Lernen effizient miteinander zu kombinieren. "Digital Learning"-Plattformen, Online-Kurse, Video-­Tutorials und ergänzendes Download-Material können standort- und länderübergreifend eingesetzt werden und die Aus- und Weiterbildung unternehmensweit homogenisieren. Noch erfolgsversprechender ist es, wenn Wissensvermittlung und virtuelle Zusammen­arbeit mit realen Geschäftsherausforderungen unterlegt werden. Dafür müssen Teams geformt werden, die gemeinsam an relevanten Digitalisierungsthemen arbeiten und anhand konkreter Business Cases einen Beitrag zur Unternehmens- und Portfolioentwicklung leisten. Die Anwendung von Innovationsmetho­den wie "Design Thinking" ermöglicht die Lösung komplexer Probleme auf eine kreative und dennoch strukturierte Art. Lösungen werden mittels Prototypen direkt mit den Nutzern getestet. Die Mitarbeitenden schätzen die digitale und soziale Lernerfahrung sowie die Praxisnähe.
 
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SWISS IT MAGAZINE - AUSGABE 2017/11
Schwerpunkt: IT-Finanzierung in der Schweiz
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