CIO-Interview: "Wir arbeiten mit lokalen ­Unternehmen"

CIO-Interview: "Wir arbeiten mit lokalen ­Unternehmen"

Artikel erschienen in IT Magazine 2017/12
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2. Dezember 2017 -  Mit dem Bürgenstock Resort wird derzeit eines der prestigeträchtigsten Hotelprojekte der Schweiz eröffnet – inklusive eigenem Datacenter, wie Almir Kalender, als Group IT Director verantwortlich für die IT des Resorts, im Interview erklärt.
CIO-Interview: 'Wir arbeiten mit lokalen ­Unternehmen'
Almir Kalender (42) ist seit 2011 Group IT Director bei Katara Hospitality Switzerland und in dieser Funktion für die IT des Hotels Schweizerhof in Bern, des Hotels Royal Savoy in Lausanne, des Bürgenstock Resort und des Hauptsitzes der Gruppe in Zug verantwortlich. Der gelernte Kommunikationselektroniker, der in Sarajevo aufgewachsen ist und mit 17 Jahren nach Deutschland auswanderte, studierte IT an der University of North Carolina und arbeitet seit nunmehr 20 Jahren in der IT im Hotellerie-Umfeld – in Deutschland, den USA und der Schweiz. Er ist einer der wenigen Hotel-IT-Fachleute der über ein CHTP verfügt (Certified Hotel Technology Professional). (Quelle: Bürgenstock Hotels AG)
"Swiss IT Magazine": Das Bürgenstock Resort wird seit diesem Herbst in Etappen bis Ende 2017 eröffnet. Wie viele Stunden haben Sie vor der Eröffnung des Resorts im Schnitt gearbeitet?
Almir Kalender: Unmittelbar vor der ersten Etappe habe ich – haben wir alle – schon sehr viel gearbeitet. 12 Stunden und mehr waren eher die Regel als die Ausnahme.

Sie sind ja nicht nur für das Bürgenstock Resort verantwortlich, sondern für zwei weitere Hotels der Bürgenstock Selection. Wie haben Sie das zuletzt bewerkstelligt?
Ich bin 2011 zu Katara Hospitality gekommen. Mein erstes Projekt war die Eröffnung des Hotels Schweizerhof in Bern. Unmittelbar danach begann die Planung für das Bürgenstock Resort. Parallel dazu wurde ausserdem das Hotel Royal Savoy in Lausanne umgebaut und 2015 neu eröffnet. Das Bürgenstock-Projekt war damals, als das Royal Savoy in der Ausführungsphase steckte, mehrheitlich noch in der Planungsphase. Damals war ich einmal pro Woche im Resort, was sich danach aber laufend gesteigert hat – zuerst auf drei bis vier Mal pro Woche, und die letzten 12 Monate war ich fast täglich vor Ort.
Wo lag denn bezüglich IT die grosse Herausforderung beim Bürgenstock Resort?
Ich habe bereits mehrere Hotel-Eröffnungen IT-seitig umgesetzt, aber noch nie ein Resort. Ein Resort wie dieses ist im Vergleich mit einem Hotel unweigerlich komplexer – allein schon aufgrund seiner Grösse. In einem Hotel findet sich in der Regel nebst dem Hotelbetrieb noch ein Restaurant und Spa. In einem Resort wie hier auf dem Bürgenstock kommen zahlreiche Komponenten hinzu. Beispielsweise betreiben wir Residenzen, wo die IT-Bedürfnisse ganz anders sind als im Hotel. Es gibt eine Tennis-Halle, Events, einen Golfplatz. Speziell hier ist ausserdem, dass die IT auch bei der Energieversorgung eine grosse Rolle spielt, wo wir das Wasser des Vierwaldstättersees nutzen. Oder auch die Bahn hoch zum Resort braucht IT. Entsprechend viele Systeme kommen zum Einsatz, die reibungslos zusammenspielen müssen, und wir wurden immer wieder mit Herausforderungen konfrontiert, die wir so noch nicht kannten.

Konnten Sie die IT-Infrastruktur des Resorts auf der grünen Wiese planen, oder gab es Vorgaben?
Auf der grünen Wiese konnten wir schon nicht ganz beginnen. Richtig ist, dass wir die IT-Infrastruktur von 0 auf 100 neu aufgebaut haben – angefangen bei der Glasfaser-Verkabelung der Gebäude bis hin zum PC an der Rezeption. Weil wir als Gruppe aber bereits Hotels in der Schweiz betreiben, waren gewisse Technologie-Entscheide bereits gegeben. Über den Daumen gepellt würde ich sagen, 25 Prozent der Infrastruktur war vorgegeben, 75 Prozent konnten wir neu planen.
 
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Kommentare

Samstag, 2. Dezember 2017 Charles Sieber
Für meinen Jahrgang 1937 und ehemaliger Geschäftsleiter, mit Diplom als dipl. Seilbahnfachmann, sehr interessant.

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