Händewaschen, vernetzt, smart und ressourcenschonend

Smixin

Händewaschen, vernetzt, smart und ressourcenschonend

Artikel erschienen in IT Magazine 2017/12
2. Dezember 2017 -  Das Bieler Unternehmen Smixin wurde 2009 als Start-up gegründet und machte sich daran, das Hände­waschen zu revolutionieren.
Händewaschen, vernetzt, smart und ressourcenschonend
Die Technologie von Smixin spart rund 90 Prozent Wasser. (Quelle: Smixin)
Heute ist Smixin ein mittelgrosses Unternehmen und entwickelt smarte Handwaschsysteme, die vernetzt sind und nicht zuletzt dadurch helfen sollen, wichtige Ressourcen zu schonen. Die Idee dazu stammt vom Bieler Innovationshub Creaholic, der für Smixin Pate stand. Die Handwaschsysteme aus Biel sind modular aufgebaut und können dadurch je nach Ausführung sowohl in bestehenden Waschräumen als auch an öffentlichen Standorten positioniert werden. Sensoren erfassen Personen, die sich der Station nähern, und versetzen diese in Betriebsbereitschaft. Danach starten weitere Sensoren den Waschvorgang, sobald sich die Hände des Nutzers unter der Misch­düse befinden. Zuerst wird eine Emulsion aus Seife, Wasser und Luft über die Düse abgegeben, danach folgt der Spülvorgang mit Wasser. Zuletzt kommt aus einem Spender über dem Wasch­becken ein Papierhandtuch, mit dem die Hände getrocknet werden können. Der gesamte Waschvorgang dauert so rund 18 Sekunden.
Der grösste Vorteil dieser Lösung ist laut den Entwicklern die enorme Ressourcenersparnis, die sich letztlich auch in tieferen Betriebskosten niederschlägt. Während man beim Händewaschen an einem herkömmlichen Wasserhahn rund 1,2 Liter Wasser verbraucht, verspricht Smixin, rund 90 Prozent weniger davon zu benötigen, nämlich lediglich 0,1 Liter Wasser pro Waschvorgang. Das Geheimnis dahinter ist die Beimischung von Luft zum Wasser, wodurch weniger davon verbraucht wird. Darüber hinaus funktioniert das System ausschliesslich mit kaltem Wasser, weshalb auch der Energieverbrauch überschaubar bleibt. Auch bei der Seife will man rund 60 Prozent einsparen können sowie bis zu 60 Prozent Papier, um die Hände nach dem Waschen zu trocknen. Bis 2021 will Smixin weltweit 250’000 Einheiten verkauft haben und damit helfen, pro Jahr rund 10 Milliarden Liter Wasser zu sparen. Die Seife, die in Beuteln zu je 1,5 Litern zum Einsatz kommt, reicht laut Datenblatt für 3000 Waschvorgänge, danach muss der Beutel ersetzt werden, wobei auch die Mischdüse aus Plastik aus hygienischen Gründen jeweils ausgetauscht werden muss.

Ein zentraler Bestandteil der Handwaschsysteme aus Biel ist die Konnektivität. Die Geräte sind vernetzt und insofern smart, als dass sie während des Betriebs wichtige Daten sammeln, sodass der Administrator daraus ablesen kann, wieviel jede Einheit verbraucht und wann sie gewartet werden muss. Die Daten können über WLAN oder aber über einen USB-Zugang sowie direkt am integrierten Display abgefragt werden. Damit lassen sich die Systeme auch aus der Ferne warten. Das Display kann ausserdem dazu genutzt werden, um beispielsweise Werbung einzublenden.

Smixin konnte seine Systeme sowohl in der Schweiz als auch schon im Ausland absetzen, unter anderem in Hong Kong, Taipeh und Dubai, aber auch in Deutschland, den Niederlanden und in Frankreich.

Weitere Informationen: www.smixin.com. (luc)
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