Kleine Distanz - grosse Diagonale

Kleine Distanz - grosse Diagonale

Artikel erschienen in IT Magazine 2014/10
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Die kurzen Projektionsdistanzen, die als weiteren Vorteil mit sich bringen, dass es bei Präsentationen kaum Schattenwurf gibt, werden entweder durch eine spezielle Weitwinkeloptik oder aber durch ein Spiegelsystem erreicht. Nachteile sollen sich durch die Verwendung der Kurzdistanztechnologie kaum ergeben, versichern die Hersteller. Allenfalls sollte das Augenmerk auf die Projektionsfläche gelegt werden, wie Michel Senn erklärt: «Da der Einfallswinkel bei einer solchen Projektion sehr steil ist, werden unebene Projektionsflächen, zum Beispiel von Leinwänden, stark wahrgenommen. Besser ist das Resultat in der Regel bei der Projektion auf ein Whiteboard.» Dies bestätigt Severin Manz. «Die Bildqualität ist stark Abhängig von der Oberfläche, auf welche projiziert wird. Wir empfehlen im Idealfall ein Whiteboard mit absolut planer Oberfläche. Je nach Projektionsfaktor kann auch mit einer gespannten Rahmenleinwand gearbeitet werden. Unebenheiten auf der Oberfläche schlagen sich sofort in Unschärfe und Asymmetrie nieder.» Manz ergänzt zudem: «Die ­Installation nimmt mehr Zeit in Anspruch als bei einem ‹normalen› Projektor, da eine Änderung der Parameter Winkel, Abstand, Fokus und Installationshöhe einen grösseren Einfluss auf die Projektion haben.»
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Benq-Mann Thomas Müller sieht jedoch vor allem Vorteile: «Die Technik der Kurzdistanz-Projektoren ist inzwischen so ausgefeilt, dass keine merklichen Nachteile – weder in der Bildqualität noch in der Leuchtstärke – zu verzeichnen sind. Durch die Technologie ergeben sich vielmehr wesentliche Vorteile im Hinblick auf die Installations- und Anwendungsmöglichkeiten.» Nichtsdestotrotz ist der Anteil an Kurzdistanzprojektoren an der Gesamtzahl der verkauften Beamer noch eher bescheiden. Michael Senn von Pixel System gibt den Anteil für dieses Jahr bisher mit 4,8 Prozent an, Severin Manz von Stilus mit 13 Prozent und Benq mit knapp unter 10 Prozent. (mw)
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