Erleuchtung im Sitzungszimmer
Quelle: Vogel.de

Erleuchtung im Sitzungszimmer

Bei der Beamer-Beschaffung gilt es, verschiedene Faktoren zu beachten und die Bedürfnisse im Unternehmen zu klären.

Artikel erschienen in Swiss IT Magazine 2010/10

     

Auf den ersten Blick scheint sich im Beamer-Geschäft kaum etwas getan zu haben im Laufe der letzten Jahre – eine Einschätzung, die Lars Neelen, Junior Product Manager Presentation bei Mitsubishi Electric Europe teilweise bestätigt. «Der Eindruck kann entstehen, wenn man von der grundlegenden Technologie ausgeht. Taucht man aber tiefer in die Materie ein, dann sieht man doch erhebliche Veränderungen. Die Geräte sind viel leistungsfähiger, sei es im Bereich Auflösung oder Helligkeit. Zudem bieten die Geräte viel mehr Features als die Vorgänger.» Unterstrichen wird diese Aussage unter anderem von Agnes Immerci von John Lay Electronics. Die Entwicklung gehe in Richtung von kleineren und flexibleren Projektoren sowie zu umweltschutzschonenderen Produkten mit geringem Stromverbrauch. Ausserdem würden die Geräte immer häufiger im Dauerbetrieb stehen, weshalb sie möglichst wartungsfrei sein sollten. Auch Nischen-anwendungen würden verstärkt eine Rolle spielen, weiss Corina Meyer von Pixel System, etwa Geräte mit Weitwinkelobjektiv für den Fall, dass wenig Platz im Raum vorhanden ist. Weitere Trends, die von den Herstellern genannt werden, betreffen zudem auch die Vernetzungsmöglichkeiten der Geräte oder die Möglichkeit, eine Projektion ohne angeschlossenen PC an die Wand zu schiessen. Ausserdem wird im Bereich Lampentechnologie geforscht. Casio setzt beispielsweise auf einen Mix aus Laser und LED-Technologie und erreicht so eine Lampenlebensdauer von 20’000 Stunden. Andere Hersteller setzen derweil ganz auf die langlebige und stromsparende LED-Technologie (siehe auch Vergleichstest auf Seite 48). Und: «In Zukunft dürften die HD- sowie 3D-Technologien auch bei Projektoren in den Fokus rücken», weiss Stefan Scheller, Product Business Developer Projectors bei Canon.

Bedürfnisse abklären
Bei der Anschaffung von Beamern fürs Unternehmen gilt wie so oft: Zuerst sollten die eigenen Bedürfnisse abgeklärt werden. Fragen wie: «Aus welchen Quellen soll der Beamer gespiesen werden?», «Wie gross und hell ist der Raum, der ausgeleuchtet werden soll?» oder «Soll der Beamer ins Netzwerk eingebunden werden?» sind unabdingbar. Hinzu kommen Abklärungen beispielsweise bezüglich TCO («Wieviel kostet eine Ersatzlampe?»), Energieeffizienz oder Support-Dienstleistungen. «Geschäftskunden stellen heute an Projek-tionslösungen sehr genau definierte Anforderungen, die beinah immer auch Zusatzleistungen wie Installation, Schulungen und Service beinhalten», weiss denn Giordano Sticchi, Branch Office Manager Epson Schweiz. Und Corina Meyer von Pixel Systems weiss: «Meist bedarf es einer sauberen Bedarfsanalyse eines kompetenten Fachhändlers, um eine Fehlinvestition des Kunden zu vermeiden.»

Zusammenspiel mit Notebook
Ein wichtiger Aspekt, der oftmals vergessen wird, ist auch das optimale Zusammenspiel mit dem Notebook beziehungsweise den Notebooks, die ans Gerät angeschlossen werden. Dazu Sven Carstensen, Senior Key Account Manager bei Casio Europe: «Die Auflösung eines Beamers sollte optimal auf die Datenquelle abgestimmt sein. Der Nutzer erreicht nur dann eine optimale Bildqualität, wenn die Daten in der Auflösung abgespielt werden, in der sie produziert worden sind.» Bei Notebooks geht der Trend klar in Richtung Breitformat, der Beamermarkt hingegen wird noch immer vom 4:3-Format beziehungsweise von XGA-Geräten beherrscht. Sollen also primär Breitbild-Notebooks an den Projektor gehängt werden, sind entsprechende native Auflösungen – beispielsweise SXGA+ (1400x1050) oder WXGA (1280x800 resp. 1280x768) zu bevorzugen. In diesem Zusammenhang muss auch beachtet werden, dass die Leinwand dem Format ebenfalls entspricht. Angesichts dieser vielen Faktoren empfiehlt sich also beim Beamer-Kauf unbedingt der Weg zum Fachhändler für die optimale Beratung.




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